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Schulbeginn in Kuba

2Raben

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Tja, Caney, da haben wir wohl den gleichen Gedanken gehabt: wir überlegen schon länger, wie die aus der Nummer wieder rauskommen ohne komplett das Gesicht zu verlieren, und auch ohne zu sagen: also Leute, ist nicht so wilde, machen wir mal weiter.
Denn eins ist ja auch sicher: das gibts. das Virus und wer das bekommt, der kann es heftigst bekommen, und für manche Gruppen Mensch ist es eben wirklich sehr gefährlich bzw. sogar tödlich.

Mir persönlich fehlen ein paar Sachen, die man den Leuten mal wirklich sagen muss. Als da wären:

a) fluid transmission oder airborne - und dann mal Aufklärung, wie die Ansteckung geht bei beiden Übertragungen, statt Massnahmen draufknallen, die nix helfen oder sogar vielleicht kontraproduktiv sind
(Wenn wir nämlich wissen, WIE man sich ansteckt, ist es viel einfacher, den Leuten ein paar Massnahmen zu erklären und Risikogruppen können sich leichter und besser schützen!) Gehen wir derzeit davon aus, daß das nicht so leicht zu übetragen ist, weil mehrheitlich fluid transmission - wie z.B. bei Ebola) dann würde man z.B. viel Händewaschen empfehlen und Distanz halten, keine Handtücher mit erkrankten Personen teilen, keine Zigaretten rumreichen, nicht aus dem gleichen Glas trinken etc - und Maskenempfehung käme nur dort, wo man längere Zeit nahe an jemand dran ist.

b) es ist mir unerträglich, ständig eine Schuldfrage bei diesem Thema zu haben, denn diese gehört dort GAR NICHT hin;
Beispiel: unverantwortliche Menschen, die Schuld sind, daß ICH vielleicht erkranke. BITTE? Ich kann jede Person jederzeit mit irgendetwas anstecken, ich bin nicht der liebe Gott, daß ich Gesundheit verteilen kann.
Ich kann mich nicht mal selbst schützen vor Viren und Baktereien. Wer bitte ist auf diesen Schwachsinn gekommen? Alles, was ich kann, ist nicht absichtlich Krankheiten verbreiten. Und es gibt wenige, die das tun. Das allerhöchste, was manche tun, ist fahrlässig zu sein, aber absichtlich macht das kaum einer.
Oder auch dieses Beispiel: diese Menschen sind eine Gefahr für mich, den Mitmensch, die Wirtschaft, die Umwelt oder weiss der Geier was noch und müssen am besten sofort abgestraft werden.
Sagt mal, gehts noch? Das ist eine Schuldzuweisung übelster Kajüte, ganz besonders, weil damit jemand beschuldigt wird, der keine Straftat oder sonstwas getan hat, sondern alleine, weil diese Person VIELLEICHT eine Gefahr darstellen könnte. Und dort hört es bei mir auf. Ich kann immer und überall VIELLEICHT eine Gefahr für andere sein - sorry, aber falls das jetzt eliminiert werden muss, dann kann ich mir die Kugel geben, weil dann kann keiner leben.
Das krasseste Beispiel hatte ich hier, als Bekannte Covid -19 bekamen (alle wieder wohlauf) weil sie angeblich sich nicht an die Regeln gehalten hatten. Hä? Da bin ich öffentlich mal ranzig geworden. Seit wann bitte ist man schuld, wenn man krank wird? Dann bin ich also auch schuld, wenn ich alt werde, Bluthochdruck oder Kopfweh bekommen? Wie kann man das sagen, wenn man nicht mal nachweisen kann, wo die sich das aufgelesen haben?
Verdammt, Leute, kranke Menschen sind einfach nur krank und brauchen HIlfe und keine Anklage.
Diese Schuldfrage gehört absolut nicht zum Thema. Die muss eliminiert werden, sofort.

Und was mein Umfeld angeht: eine Person hatte Covid -19, lange bevor das überhaupt offiziell in dem Land angekommen war. Der ging es übel, aber fast verstorben wäre sie an der Behandlung, die schlicht falsch war.

Die Schulen müssen übrigens auf, Kinder brauchen das. Und ich wette, daß Kuba die Schulen demnächst wieder öffnet, vor allem für die Kinder bis so ca 10 - 12 Jahren.
 

Chris

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Chris: Um zum Thema auch was zu sagen - wie ist denn die Situation bezüglich CORONA in den Schulen?
Mir sind aus Schulen hier keine Übertragungen bekannt bislang.

Meiner Meinung müssen wir beginnen mit dem Virus zu leben und den Schutz der Risikogruppen den Vorzug geben. Es kann aus meiner Sicht nicht sein, dass eine ganze Gesellschaft blockiert wird. Jetzt nachdem sich herausgestellt hat, dass das Virus bei weitem nicht so tödlich ist wie vorher befürchtet müsste man anfangen umzudenken bei den Regierenden. Mit Mundschutz oder Hygiene-Regeln kann man leben, mit einer komplett blockierten Wirtschaft ist das schon schwieriger ... Solange das Virus neu war habe ich viele Massnahmen durchaus nachvollziehen können, mittlerweilen geht es aber scheinbar nur noch darum keine Fehler einzugestehen oder anzuerkennen, dass manches vielleicht doch nicht nötig wäre ... Aber im nachhinein ist man ja immer etwas schlauer ...

Ich würde mir wünschen, dass weltweit die Gesundheit als Staatsaufgabe festgeschrieben wird (genauso wie das mit dem Wasser und andere lebenswichtige Ressourcen) und nicht in Privathand liegt, damit wir in Zukunft besser auf derartige Situationen vorbereitet sind. "Kaputtgesparte" Gesundheitssysteme sind sicherlich nicht die Lösung!
 

Don Arnulfo

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Meiner Meinung müssen wir beginnen mit dem Virus zu leben
die Menschheit lebte bereits immer mit Viren, Bakterien etc. und ist nicht ausgestorben
den Schutz der Risikogruppen den Vorzug geben.
das entspricht auch meiner Meinung.
Bzgl. diesem Schutz der Risikogruppe habe ich gestern auf Serevus TV einen interessanten Beitrag mit einem Gespräch mit Prof. Dr. Bhakti geshen.
Corona: Nur Fehlalarm? - ein Talk Spezial mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi - Servus TV
 

2Raben

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Genau. Wir müssen jetzt mal alles dran tun, um diese inszenierte Pandemie zu retten - habe ich neulich irgendwo gelesen.

Danke für das Papier - kopiere ich mir mal.
Zum Schutz von Risikogruppen fällt mir immer ein, daß wir bisher NIE etwas getan haben, um Risikogruppen zu schützen.
Jeder Krebskranke war auf sich allein gestellt, wenn es darum ging, sich vor allen Bakterien und Viren zu schützen. Und Menschen mit Chemo z.B. können an jeder Erkältung sterben. Was haben wir bisher für diese Leute getan? Oh, nichts, - oder sehe ich das falsch? Grippeimpfung ist ja nicht schlecht, aber leider oft nicht wirksam.
Man tut also was man kann, aber das wars für mich auch schon.
Zur physischen gehört auch psychische Unversehrtheit, und wenn Kleinkinder ständig Erwachsene mit Maske um sich haben, dann nehmen die z.B. schwersten Schaden - die reagieren ja auf Mimik und wenig auf Sprache. Ausserdem scheint MEIN psychischer Zustand niemand zu interessieren. Wenn ich mentale Probleme bekomme und dahingehe zählt das also nicht? Herzlichen Dank.
Ich warte übrigens schon ewig auf wirklich wissenschaftliche Aussagen in Sachen Masken. Und das ist jetzt weder ironisch noch fies, sondern einfach echtes Interesse. Leider bekomme ich nirgend Antwort, ausser: das weiss ja jeder oder suche selbst.
 

Mamoncillo

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Leute, eine Riesenbitte: muss diese Pandemie-Debatte auch noch in diesem Forum auftauchen??? Dafür gibt es andere "Plattformen". Ich bin gerade mit 5 Monaten Chemo durch und bekomme einen dicken Hals, wenn ich sehe, wie Gesunde über Risikopatienten bestimmen möchten. Das sucht sich wirklich kein Mensch aus, in diese Ecke kann dich eine Diagnose von jetzt auf gleich befördern. Danke!
 

Don Arnulfo

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man soll und man muss leider darüber etwas mitteilen. Das mit der Chemo ist selbsverständlich bedauernswert, hat hoffentlich geholfen. Und was nun Restriktionen betrifft, so muss so lange nachgeforscht werden, bis alle Hintergründe ans Licht kommen.
 

guajiro

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Den Platz für solche Forschungen, die ein Abwägen von für und wider aller möglichen Einfälle beinhalten, sehe ich allerdings auch nicht in einem Kubaforum. Wobei alles was mit Corona und Kuba zusammenhängt, hier natürlich richtig und wichtig ist.
 

Don Arnulfo

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tja dann müsste also das für und wider in die Rubrik "alles andere" plaziert werden. Die gibt es nämlich auch und ich denke da würde es passen, oder nicht lieber Bauer?
 

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