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Wo wiedermal „ausnahmsweise“* das US-Embargo gegen Kuba wirkt

Kannst du wenigstens auch soviele wie #49 aufzählen, die deshalb und nicht wegen des Embargos vom Kubageschäft zurückgetreten sind?
Die Firmen treten nicht zurück, die entscheiden vorher, dass in Kuba nur Geld verbrannt würde. Dies basierend auf einer Evaluation der Rahmenbedingungen und dem Chancen und Risiken im Markt. Ob eine Firma dies evaluiert und dann verwirft in den kubanischen Markt einzutreten, dass wird unsereins selten bis nie erfahren, ausser Du bist in der Firma drin und Teil dieser Diskussion.
Deine Frage zeigt doch eher, dass Du nicht verstehst wie ein Markteintritte einer Firma in ein anderes Land funktioniert.

Aber erklär mir mal wieso die Massnahme "ich-darf-zwar-Geld-bringen-aber-kriege-keines-zurück"
Firmen nicht abschrecken sollte in den kubanischen Markt zu investieren?
 
Diese Form der „Finanztransaktionskontrolle“ - andere nennen es Enteignung/Beschlagnahmung der Devisenkonten - hat ja eine über 60-jährige Tradition seit der kommunistischen Revolution … . Allerdings war diese Maßnahme der Regierung nicht ganz freiwillig, sondern aus der Not geboren. Man hangelt sich ja von Tag zu Tag in der Regierung, um nicht zu sagen man lebt von der Hand in den Mund. Die Devisen, die irgendjemand in Cuba auf sein Devisenkonto einzahlt, dürften wenige Minuten später bereits von der Regierung zinslos vom Konto ausgeborgt und anderweitig ins Ausland transferiert sein - bestenfalls zur Bezahlung von Lebensmittelimporten, schlimmstenfalls für sonstwas.
 
Ob eine Firma dies evaluiert und dann verwirft in den kubanischen Markt einzutreten, dass wird unsereins selten bis nie erfahren, ausser Du bist in der Firma drin und Teil dieser Diskussion.
Aber du kannst natürlich trotzdem behaupten, dass das eine größere Rolle spielt, als real nachlesbare Auswirkungen von Embargomaßnahmen?
 
Aber du kannst natürlich trotzdem behaupten, dass das eine größere Rolle spielt, als real nachlesbare Auswirkungen von Embargomaßnahmen?

Aber Du hast meine Frage noch nicht beantwortet:
Aber erklär mir mal wieso die Massnahme "ich-darf-zwar-Geld-bringen-aber-kriege-keines-zurück"
Firmen nicht abschrecken sollte in den kubanischen Markt zu investieren?
wäre doch interessant zu verstehen wie Du das siehst.
 
Das ist doch eine ganz andere Baustelle. Abzulenken um aus der inhaltlichen Sackgasse zu entfleuchen ist natürlich immer einen Versuch wert. Ich habe aber gar keine Lust da mitzuspielen.
 

Erklärungen des Auswärtigen Amts in der Regierungspressekonferenz vom 09.07.2025 (Auszug)​

Im Hinblick auf die US-amerikanische Liste State Sponsors of Terrorism hat sich die Bundesregierung in den vergangenen Jahren mit ihren EU-Partnern gegenüber den USA dafür eingesetzt, dass Kuba von dieser Liste gestrichen wird; das war auch hier bereits Thema im Januar, wie meine aufmerksamen Kollegen zu berichten wussten. Die Bundesregierung verbindet ihren Einsatz für die Streichung Kubas von der Liste auch mit der Erwartung, dass Kuba sich stärker für privatwirtschaftliches Engagement öffnet und die Menschenrechte stärker achtet.
 
Da steht u.a.: „Zunächst gilt es zu unterscheiden zwischen dem US-Embargo gegen Kuba und der Listung Kubas auf der US-Liste gegen sogenannte staatliche Terrorunterstützer.“
Warum sind das denn zwei verschiedene Dinge?
 
Weil es zwei verschiedene Themen sind, die nicht unmittelbar miteinander zusammenhängen. Die „Terrorunterstützer“-Klassifizierung kam später hinzu und betrifft insbesondere Einreise-Erschwernisse (z.B.-US-Visumpflicht statt ESTA für Deutsche nach vorherigen Cuba-Aufenthalten).
 
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