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Wo wiedermal „ausnahmsweise“* das US-Embargo gegen Kuba wirkt

guajiro

Cubano
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20 Nov. 2011
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Ort
Sta.Nilla
Nach Schiffahrt, Handel, Touristik, Sport … beim Lebensmittelimport:

*Zur Erinnerung: Da die Reihe der Ausnahmen bei der - jedenfalls nach @ElHombreBlanco und anderen die Gusano-Propaganda Verbreitenden - eigentlich kaum bis nicht erkennbaren Wirksamkeit der US-Regierungsmaßnahmen zur Verhinderung eines sich frei entwickelten Kubas nachweislich immer länger wird.
 
Naja, ziemlich reißerische Überschrift der Omma.

Although the shipments contained food items that could have been exempted under certain conditions, they were not authorized by OFAC due to improper processing.
 
Verstiessen denn nun diese Lebensmitteltransporte gegen das Embargo?
 
Nein, die Lebensmitteltransporte waren nicht das Problem, sondern das Equipment zum Ölbohren fällt unter das Embargo:

„Thirty-three of these shipments consisted of foodstuffs that were not eligible to be licensed by OFAC; three of the shipments were for safety-related oil well machinery components, towels, and electric forage choppers. The safety-related oil
well machinery components were shipped via Comercial Cupet S.A., a company that is majority-
owned by the Cuban government authorized to handle imports of oil machinery.“

Quelle:
 
Wenn ich es richtig verstehe, wurde die Firma wegen der gesamten 36 Sendungen sanktioniert, also auch wegen den Lebensmitteltransporten.
 
Wenn ich es richtig verstehe, wurde die Firma wegen der gesamten 36 Sendungen sanktioniert, also auch wegen den Lebensmitteltransporten.
Die Firma hielt sich nicht an die Auflagen betreffend Prozess und Vorgehen für das Senden von Waren nach Kuba, d.h. es war ein Compliance Problem. Wegen der fehlenden internen Kontrolle sind wohl auch die sanktionierten Gegenstände "durchgerutsch" :cool:
Die restlichen Shipments durchliefen aber ebenfalls nicht den benötigten Prozess, womit diese ebenfalls non-compliant waren. D.h. die Busse war für den fehlenden Compliance Prozess für das Handling der 36 Shipments als Ganzes. Wieweit oder welcher Anzeil das Oelbohrequipment ausmacht geht aus dem Text nicht hervor.
"Both the parent company and its subsidiary lacked a sanctions compliance program, a critical oversight that allowed these operations to proceed unchecked. OFAC acknowledged the company's cooperation in the investigation, its self-disclosure, and the adoption of corrective actions, including the implementation of internal controls, mandatory sanctions training, and automated shipment monitoring tools."

Es geht hier also nicht eigentlich um den Warentransport sondern um das Nichteinhalten der Regeln betreffend diesem Warentransport.
 
Es geht hier also nicht eigentlich um den Warentransport sondern um das Nichteinhalten der Regeln betreffend diesem Warentransport.
Es geht hier darum, dass die Firma bei der Lieferung von Lebensmitteln für die Umgehung der Regeln aus dem US-Embargo bestraft wurde.
 
Es geht hier darum, dass die Firma sich nicht an Regeln die für das US-Embargo gelten gehalten hat und dafür bestraft wurde.
Wenn ich bei einer Warendeklaration trickse dann kann das auch bei anderen Ländern passieren. Lebensmittel lassen sich relativ einfach nach Kuba verfrachten, mann muss halt Prozess und Papiere in Ordnung haben:
- Lebensmittel nach Kuba zu transportieren ist generell möglich
- Es gibt Vorgaben und Prozesse dazu
- Wer sich nicht daran hält ist halt non-compliant entsprechend diesen Vorgaben;
Compliance Vorgaben sind üblich bei Prozessen in den verschiedensten Industrien und Geschäftsfeldern (Finanzen, Pharma, Logistik, Lebenmittel, Technologie, etc), ist also viel breiter als das Thema Kuba.

Um aus diesem spezifischen Fall eine "ach-wie-schlimm-ist-das-Embargo-Geschichte" zu machen muss man schon fast süchtig nach Embargogeschichten sein.
 
Um aus diesem spezifischen Fall eine "ach-wie-schlimm-ist-das-Embargo-Geschichte" zu machen muss man schon fast süchtig nach Embargogeschichten sein.
An dieser Geschichte die einzige zugrundeliegende Voraussetzung dass es überhaupt zu einer Bestrafung kommen kann - das US-Embargo - außen vor zu lassen, reiht sich dagegen lediglich in die übliche - ideologisch bedingte - Verharmlosung oder Leugnung von dessen Wirksamkeit ein.
 
An dieser Geschichte die einzige zugrundeliegende Voraussetzung dass es überhaupt zu einer Bestrafung kommen kann - das US-Embargo - außen vor zu lassen, reiht sich dagegen lediglich in die übliche - ideologisch bedingte - Verharmlosung oder Leugnung von dessen Wirksamkeit ein.
Oder um mit Deiner Logik den Faden weiter zu spinnen: die zugrundeliegende Voraussetzung ist die Revolution, ohne diese gäbe es das Embargo nicht; oder war es doch eher das Wirken von Jose Marti, ohne ihn wäre die Geschichte in Kuba wohl anders verlaufen und vielleicht hätte es keine Revolution gegeben; oder doch Christoph Kolumbus.....?
Fakt ist: Lebensmittel können nach Kuba eingeführt werden, der Spediteur versuchte zu tricksen was Prozess und Papiere anbelangt und hielt sich nicht an Handelsvorschriften und Import- und Exportprozesse. Für jedes Land gibt es solche/verschiedene Vorschriften, was ein sehr komplexes Themenfeld ist.
Laut dem Artikel erhielt er die Busse weil er sich nicht an die Vorschriften für das Land Kuba hielt. Hätten die Firma ihren Job richtig gemacht, dann hätte es keine Busse gegeben.
 
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