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Schulstart 2025/26 im Krisenmodus - Lehrermangel und fehlende Uniformen - Kubakunde

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„Premierminister Manuel Marrero wiederum führte die Engpässe auf die US-Sanktionen zurück …“
Somit ist der Grund für den Lehrermangel hinreichend geklärt. Da kann man nichts machen … !
Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Zwei der wichtigsten nachhaltigen Ziele der Revolutionäre sind endgültig gescheitert, nämlich Bildung und Gesundheitsversorgung für alle.
 
Der Lehrermangel liegt unter anderem an der schlechten Bezahlung und den steigenden Lebensmittelkosten.
Mein Schwager wechselte seinen Lehrerjob in Havanna an ein Internat nach Holguin unter anderem weil Havanna zu teuer ist und er dort in Holguin mit verköstigt wird.
Obwohl ihm die Eltern der Schüler einiges extra geboten hatten damit er bleibt.
Als Lehrer gehörte es dort, in Havanna schon zur normalität das die Schüler dem Lehrer Handyguthaben Überweise damit die davon leben können.

Wobei Ausbildung und Gesundheit erst seid Corona stark an Qualität verloren haben.
Bis dahin hatten die ein für ihre Verhältnisse gutes Niveau.
Gruß Murci
 
Jetzt wird schon wieder mit nackschen Fingern auf Kuba gezeigt. Aha, Lehrermangel ist natürlich ein rein kubanisches Problem. Dort ist es eben ein GEHALTSPROBLEM und hier ist es ein ÜBERFORDERUNGSPROBLEM und das trotz super-Gehälter.
 
Am gleichen Tag, als der Eingangsbeitrag hier gepostet wurde, berichtet der Deutschlandfunk
"Laut einer Umfrage der Organisation „Save the Children Deutschland“ befürchtet ein Viertel, in den kommenden zwölf Monaten die Grundbedürfnisse ihrer Familie wie Heizen, Wohnen, Kleidung und Nahrung nicht oder nicht ausreichend decken zu können. Der Anteil sei seit Januar um zehn Prozentpunkte gestiegen, hieß es. Besorgniserregend sei die Entwicklung vor allem bei Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 3.000 Euro. 57 Prozent gaben hier an, sich die Versorgung mit dem Notwendigsten nicht mehr leisten zu können.
Das Forsa-Institut befragte im Auftrag der Hilfsorganisation im August insgesamt rund 1.000 Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland."

Gleichzeitig bekomme ich von zwei Familien aus Santiago Fotos, die deren Kinder in schmucken Schuluniformen und Halstüchern (blau und rot) zeigen und dazu keinerlei, wie ich es sonst gewohnt bin, Klagen. Lediglich eine Medizinstudentin, erstes Studienjahr, auch neu eingekleidet, jammert über das Mensaessen. Die Schlagzeile" Ultiman detalles para nuevo curso escolar cubano" von Cubadebate http://www.cubadebate.cu/noticias/2015/08/31/ultiman-detalles-para-nuevo-curso-escolar-cubano/
würde natürlich in deutschen Medien keine Einschaltquote bringen, also wird immer nur Negatives ausgewälzt.
 
57 Prozent gaben hier an, sich die Versorgung mit dem Notwendigsten nicht mehr leisten zu können.
Oje, dann können wir uns ja demnächst auf tägliche Meldungen von verhungerten Kindern, oder falls die Eltern das wenige lieber den Kindern geben, von verhungerten Eltern, einstellen.
 
Wie schon im Nachbarthread geschrieben: Zwischen Mangelversorgung und Hungertod ist noch ein recht weiter Weg. Ist ja auch nicht nur Essen, sondern auch Kleidung, Wohnraum usw.

Dass der kubanische Staat nicht in der Lage ist, die Grundbedürfnisse seiner Bevölkerung zu erfüllen, hat Raúl schon im Jahre 2008 festgestellt. Seit dem ist es höchstens schlechter geworden und die UNHCR bescheinigt Kuba auch eine zunehmende Zahl von Kindern mit Mangelernährung.
 
Ah, Ok, jetzt wird wieder mal versucht mit Exrem-Whataboutism von der Situation in Kuba abzulenken. Das in Deutschland nennt man "relative Armut", abhängig von Median-Einkommen des Landes, das in Kuba ist jedoch eindeutig "absolute Armut". Die Lebens- und Wohnverhältnisse eines Deutschen Bürgergeldempfängers würde ein durchschnittlicher Kubaner als super-lohnenswertes Ziel empfinden.
 
Ich halte Vergleiche zwischen Kuba (3.Welt) und Deutschland (eines der reichsten Länder der Welt), auch nicht zielführend!
Genausowenig sollte man natürlich deutsche Ansprüche der Rundumversorgung an ein 3.Welt-Land stellen!
Vergleiche mit mittelamerikanischen oder karibischen Staaten machen da aus meiner Sicht mehr Sinn! Es wäre daher eher zu fragen, wie sieht es generell mit der Schulbildung bzw. Ausstattung dort aus, z.B. in der Dom. Rep., oder z.B. in Honduras oder Guatemala.

hier ein paar weiterführende Links zum Vergleich:
Dom Rep

Honduras:

Guatemala:
 
Landesspezifische Probleme gibt es überall, ganz besonders in Lateinamerika. Kuba war hier mal Vorbild in Sachen Bildung für die Region. Das ist es leider nicht mehr. Kann sich höchstens noch mit Failed States wie Haiti oder Honduras messen. Whataboutism am Ende.
 
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