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Menschenrechte Thema bei nächster US-kubanischer Verhandlungsrunde

Dieses Thema im Forum "Kuba Nachrichten" wurde erstellt von Driver, 27 März 2015.

  1. Driver

    Driver Moderator

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    27 Sep. 2014
    Havanna (AFP) Die USA und Kuba werden bei ihrer nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag nach Angaben aus Havanna über das Thema Menschenrechte sprechen. Dieser Vorschlag Kubas sei von Washington angenommen worden, erklärte ein ranghoher Vertreter des Außenministeriums in Havanna am Donnerstag. Die vierte Gesprächsrunde über eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen findet in Washington statt.

    http://www.zeit.de/news/2015-03/26/kuba-menschenrechte-thema-bei-naechster-us-kubanischer-verhandlungsrunde-26182023

    Da bin ich aber mal so was von gespannt was dabei herauskommt! :)

    Artikel in der "Granma" zu dieser Ankündigung -> http://www.granma.cu/mundo/2015-03-26/dialogaran-cuba-y-estados-unidos-sobre-derechos-humanos
     
  2. Caney

    Caney Moderator Mitarbeiter

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    27 Mai 2013
    Was soll wohl rauskommen wenn sich zwei Blinde über Farben unterhalten?
    smoke
     
  3. Driver

    Driver Moderator

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    27 Sep. 2014
    Die häufigsten Anschuldigungen von Menschenrechtsverletzungen Kubas:

    -Keine Pressefreiheit (mittlerweile gibt es einige nichtstaatliche Blogs und niemand hält einem auf, dass man selber eine Zeitung druckt)
    -keine Versammlungsfreiheit (Damas de Blanco dürfen jede Woche marschieren. Wenn sie sich an die Auflagen halten, werden sie auch nicht verhaftet. Sehe hier keinen Unterschied zu Deutschland, respektive der Schweiz.)
    -Keine Reisefreiheit (mittlerweile gibt es Reisefreiheit)
    -politische Gefangene (Schwieriges Thema...Ist ein Schweizer der an einer Demonstration eine Flasche an den Kopf eines Polizisten wirft, nach seiner Verhaftung ein politischer Gefangener? Oder sind 100 zur Kontrolle auf die Wache gebrachte Aktivisten bei einer unbewilligten Demonstration in Deutschland, politische Gefangene? Fakt ist, das es schwierig ist zu sagen, ob und wie viel auf Kuba inhaftiert waren, nur auf Grund ihrer Gesinnung (und nichts anderem) Ich kenne einige Kubaner die sehr kritisch sind und die müssten demnach schon lange eingesperrt sein! :) )

    Nehmt es mir bitte nicht übel, ich möchte auf keinen Fall alles auf Kuba schön reden, aber da ich heute grad eine anti-amerikanische Phase habe, mache ich mir so meine Gedanken! :)

    Ich bin immer noch überzeugt, dass wenn Kuba wirtschaftlich mit Europa mithalten könnte, es keine Kritik aus Kuba mehr geben würde.

    Oder wie meine Frau immer sagt: "Die allermeisten Kubaner die Kuba kritisieren, kritisieren eigentlich nur, dass sie auf so niedrigem Niveau leben müssen. Sie kritisieren nicht primär die politischen, sondern vielmehr die ökonomischen Verhältnisse. Die Kubaner die Veränderung wollen, wollen sie weil sie sich erhoffen, dass sie durch eine Veränderung nachher so wie Europäer leben können und nicht weil sie meinen nachher mehr Meinungsfreiheit zu haben."
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 März 2015
    Ulli Fu gefällt das.
  4. Caney

    Caney Moderator Mitarbeiter

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    27 Mai 2013
    Das meinte ich damit auch - beide Seiten haben da eine Liste an der man arbeiten könnte.
    Kuba (Staat) - hast du schon beschrieben, da würde ich aber noch so Sachen erwähnen wie, daß KubanerInnen immer noch nicht auf ein Boot dürfen bzw. auf die eigenen kubanischen Inseln.
    USA (ich vermeide da Amerika zu sagen, denn das ist aus meiner Sich etwas anderes) - da brauchen zB nur die Kubaner auf der eigenen Insel zum Foltercamp hinüberdeuten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 März 2015
  5. Driver

    Driver Moderator

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    27 Sep. 2014
    Ja, ich verzichte jetzt mal darauf eine Liste der Menschenrechtsverletzungen der USA zu erstellen. Da wäre ich morgen noch nicht fertig.. :)

    Ja, das mit den Booten ist auch suspekt. Ich habe aber mal gehört, dass dies nur für Kreuzfahrtschiffe gilt und zur Vermeidung illegaler Grenzüberschreitungen. Für alle fahrbaren Untersätze kann diese Regel wohl nicht gelten. Es gibt immerhin die "Lancha" nach La Regla oder Punta Gorda in Santiago, Pedalos, Fischerboote und sogar Jetskis die von Kubanern benützt werden dürfen....

    Also aus meiner Sicht gibt es zwar einzelne Punkte, die sich aber mittlerweile relativiert haben, oder gar nicht mehr bestehen (siehe "keine Reisefreiheit")
     
    Zuletzt bearbeitet: 27 März 2015
  6. Caney

    Caney Moderator Mitarbeiter

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    27 Mai 2013
    Ok, bei den Booten gibt es eine max. Meteranzahl, soweit ich weiss. Bei der Lancha darfst du (in dem Fall Kubaner und Touristen) auch nur drauf, wenn du nichts gefährlicheres als einen Zahnstocher mitführst. Fischerboote (und im Verhältnis zu anderen Inselstaaten gibt es extrem wenige) fallen auch entweder in die Kategorie Kleinboote oder es sind welche mit einer seltenen Lizenz (auch im HAV Hafen Hemingway hängen einige Boote herum, aber wenn man sich andere Hafenstädte ansieht...)

    Da kann man natürlich wieder anführen, daß Kuba eines der wenigen Gebiete ist, wo die Fischbestände noch in Ordnung sind (hat halt alles sein Für und Wider - aber jetzt bin ich schon irgendwie Off Topic)
     
  7. guajiro

    guajiro Erfahrener Nutzer

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    20 Nov. 2011
    Mit den Booten und Inseln gibt es wohl auch keine allgemein gültige Regelung. Nach Cayo Levisa sollen Kubaner nach Antrag bei der Immigrationsbehörde dürfen, ob sie Lust auf so ein Prozedere haben, sei mal dahingestellt. Im Gegensatz dazu wäre Cayo Sabinal gar nicht möglich, beides sind Auskünfte von Cubanacan aus dem Jahr 2014.
    Auf der Fähre nach Casablanca habe ich noch nie eine Durchsuchung nach gefährlichen Gegenständen erlebt. Als ich mal auf die Insel der Jugend geschippert bin, waren neben uns vier Touris nur Einheimische an Bord der grossen Fähre von Batabanao. Hier musste man allerdings das Gepäck abgeben und durfte während der Fahrt auch nicht an Deck.
    Es gab auch mal eine Fährverbindung von Pinar del Rio auf diese Insel. Die soll nach Entführung des Schiffes ins Ausland eingestellt worden sein, da kein Ersatz vorhanden war. Was bestimmte Vorsichtsmaßnahmen meines Erachtens alleine aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar macht.
    Eventuell spielt bei der Kontrolle des Zugangs der Cayos ja auch das Verhindern oder Bekämpfen von Schmuggel eine Rolle.
     

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