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Luftverkehrsabgabe schuld?

Dieses Thema im Forum "Politik und Wirtschaft" wurde erstellt von Meisterkeks, 20 Aug. 2011.

  1. Meisterkeks

    Meisterkeks Bekannter Nutzer

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    6 Juni 2011
    Hallo,

    die sogenannte Air-Berlin-Krise hat jetzt einen Schuldigen gefunden: die Luftverkehrsabgabe. Eine Steuer, die in Deutschland seit 1. Januar 2011 beim Abflug eines Fluggastes von einem inländischen Startort erhoben wird. Die gesetzliche Grundlage hierfür liefert das Luftverkehrsteuergesetz (LuftVStG) vom 9. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1885). Also wenn ich das bisher richtig verstanden habe, haben sich die Fluggesellschaften entschlossen. diese Steuer auf den Fluggast umzulegen - offen oder versteckt! Dass ein Unternehmen eine gesetzliche abgabe aus eigener Tasche bezahlt wäre mir als Verbraucher neu.

    Jetzt hat man bei AirBerlin wohl mehrere Jahre schlecht gewirtschaftet oder die Zeichen der Zeit in der Flugbranche nicht erkannt und findet keine Lösung. Zunächst wird das Managemnt ausgestauscht - obes das neue besser kann?

    Dann wird nach Ursachen geforscht - und siehe da, man wird schnell fündig. Die Politik ist schuld: na toll!! Ist aber ja klar, dass hier die Branche sofort zur Seite springt und aufhorchen lässt: lt. Flughafenverband vernichtet die Ticketsteuer 6.000 Jobs an deutschen Flughäfen!!??

    Wieso eigentlich, wenn der Gast bezahlen muss? Und dass jemand aus dem zentralen Deutschland ins Ausland reist (mit der Bahn?) um von dort abzufliegen wegen der Steuer.....
    ......wers glaubt wird selig!
     
  2. WilliCartagena

    WilliCartagena Kubakenner

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    10 Aug. 2011
    der fluggast MUSS ja gerade NICHT zahlen. der zahlt entweder freiwillig, wenn es ihm billig genug ist - oder er zahlt eben nicht, wenn es ihm zu teuer ist. und wenn es ihm zu teuer ist, dann fliegt er etwa ab holland und hier werden dann zwangslaeufig leute entlassen.
     
  3. el-cheffe

    el-cheffe Administrator

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    12 Dez. 2010
    Aber in der Realität, von Holland aus zu fliegen, rechnet sich ja nur für Menschen die in Grenznähe wohnen. Das mit dem mismanagement bei Airberlin, ist schon seit langem bekannt. Der ehemalige Chef der Airline ist eben nicht für sein bodenständiges Unternehmerdasein, sondern für seine prakmatischen Entscheidungen bekannt.
    Fest steht aber auch, das er Airberlin zu einer gewissen Größe verholfen hat, die im Bussines der Airlines äusserst wichtig ist.
    Obwohl der neue Chef (der alte Bahnchef, Hartmut Mehdorn) mir persönlich unsympatisch ist, traue ich ihm einiges zu. Er hat nicht nur Erfahrung in der Luftfahrt Industrie, sondern eben auch mit dem Personenbefördernden Gewerbe.
    Meiner Meinung nach gibt es auch hier kein langes stagnieren mehr. Entweder, geht es bald steil Bergauf - weil die richtigen Hebel bewegt werden und der Markt einfach eine zweite große deutsche Fluggesellschaft braucht / Oder es geht ziemlich schnell bergab, weil rauskommt- das jahrelanges Fehlentscheiden einfach seine Spuren hinterlässt, die oft nicht mehr wieder gut zu machen sind.
     
  4. cienfueguero

    cienfueguero Erfahrener Nutzer

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    13 Aug. 2011
    Typischer Pawlowsche Reaktion einer Lobby und völliger Blödsinn. AirBerlin hat in den letzten Jahren Probleme in der Struktur die jetzt deutlich werden und bei geringerer Marge und großem Wettbewerb zu roten Zahlen führen - wie auch schon im letzten Jahr vor Einführung der Luftverkehrsabgabe. Dann müßten ja alle deutschen Airlines von der Pleite betroffen sein.

    Die Besteuerung ist für alle Wettbewerber gleich und von daher hat sie keine Auswirkung auf die Kokurrenzsituation. Und wegen den paar Euro ins Ausland fahren lohnt nicht.

    Gruß

    cienfueguero
     

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