• Hallo liebe Forengemeinde, nun war es mal wieder soweit. Um nicht stehen zu bleiben und ein wenig dem technischen Fortschritt und damit verbundenen Möglichkeiten zu folgen, wurde soeben das Kubaforum geupdatet. Wir wissen, dass es aktuell technisch und optisch noch zu starken Einschränkungen kommt. Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck daran nicht nur den Zustand von "vor dem update" wieder herzustellen, sondern einen besseren. Die gröbsten Anpassungen sollten die nächsten 3 - 4 Tage erledigt sein. Kommt es beim ein oder anderen zu größeren Einschränkungen, bitte eine E-Mail an kontaktx@xkubaforumx.eu (bitte alle x weglassen) schreiben. Vielen Dank dass Ihr hier seid & vielen Dank für Eure Geduld!

Kuba geht das Wasser aus

el-cheffe

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Das seit ca. zwei Jahren eine Dürre in Kuba herrscht ist vielen schon bekannt. Vor allem die Hauptstadt aber auch eine Provinzen sind davon betroffen. Das es aber wirklich knapp wird, kann man sehen wenn man selbst in Havanna unterwegs ist. In den meisten Gebäuden werden die Tanks nur noch zweimal die Woche über eine Pumpe von der Zisterne gefüllt. Es kommt aber auch vor, das es nur einmal oder gar nicht passiert. Dann ist das einzige Gespäch in der Stasse das seltene Gute - Wasser.
Wird man selbst nun Teil des Geschehens,sei es weil man in einer Casa Particular wohnt, oder sich tagsüber nicht in touristischen sondern kubanischen Kreisen bewegt, bekommt man schnell mit wie wichtig Wasser ist. Sei es zum Wäsche Waschen, Boden Putzen, die Toillettenspülung benutzen, sich Duschen oder einfach nur zum Kochen oder trinken. Was bei uns so selbstverständlich ist, wird in Kuba zu Tagesaufgabe. Trinkwasser finden.

Mal davon abgesehen, das in Kuba so gut wie niemand die Möglichkeit hat sich in den Geschäften abgefülltes Wasser zu kaufen ist auch dieses wie vom Erdboden verschwunden (perdido). Bis auf die Hotels und Restaurants ist es an manchen Tagen einfach unmöglich abgefülltes Wasser zu finden.
Eine wortwörtliche Durststrecke in denen die Wasserleitungen trocken liegen, wird in der Regel von LKWs ausgeglichen die einen Wassertank als Ladung haben. Sind aber auch diese selten, wie es zur Zeit der Falls ist, wird es schwer. Ganz normale Aufgaben die der Tag an einen stellt, werden zu unüberwindbaren Hindernissen. Das ganze geht oft soweit, das einheimische zu bekannten oder zur Familie fahren um Körperpflege zu betreiben oder Wäsche zu Waschen.
Es bleibt nur zu hoffen, das das Problem mit dem Wasser schnell gelöst wird. Den das Leben ist ort auch ohne diesen weiteren Fehlstand schon schwer genug.
 

Martiano

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Eher in den Erdboden als
vom Erdboden verschwunde
. In Havanna wird 3 Mal so viel Wasser gepumpt als in Madrid. In die Wohungen kommt ca. 15% davon, da die durchgelöchten Leitungen interessieren niemanden.

Die Generäle sehen in Wasserversorgung keine Quelle der CUC Einnahmen. Aus ihrer sicht war es viel lukrativer in Mobiltelefonie zu investieren.
 

Seischu

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Da hast du Recht, es ist keine Deviseneinnahme, allerdings kostet sie viele, viele Devisen und diese Investitionen fehlen.
Auch kommt noch die "ist mir doch egal, da soll sich der Staat drum kümmern" Mentalität dazu, weil es sind ja nicht nur die Leitungen bis zum Haus, auch in den Häusern geht viel verloren, z.B. tropfenden Wasserhähne.
Des Weiteren, wie wischt ein CubanerIn? Ich weiß nicht wie viele Wassereimer auf dem Boden verteilt und dann raus damit und Trocken gewischt.
Wie wird abgewaschen? Am Besten nur unter fliesend Wasser usw..
Die Verschwendung ist groß!!!
 

el-cheffe

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Wasserlieferung-havanna.jpgUm die Wasserlieferungen mal ersichtlich zu machen, habe ich folgende Aufnahme gemacht. Dazu muss aber noch gesagt werden, das es sich bei dem Bild wohl um eine bezahlte Wasser Lieferung hadndelt. Diese gibt es offiziel nicht. Wenn aber nach vielen Tagen kein Wasser über die Leitungen kommt, ist ma halt gezwungen Wasser zu organisieren. In der Regel läuft es so, das wenn mehrere Tage kein Wasser in der Zisterne ankommt, der verantwortliche des/der CDR es meldet und nochmal ein Paar Tage später ein LKW (Camión) mit Wasser. Der Hausbewohner welcher Ihn zu erst sieht, informiert mit lauter Stimme das ganze Haus. Nun wird eine Schlange gebildet, in der sich die Bewohner mit einem oder mehreren Eimern anstellen. Jeder kann seine Eimer und damit seinen Vorratstank so oft füllen wie der LKW mit Wasser da ist, oder Wasser hat.
Diese Lieferung spielt sich gerade in Havanna vieja, nahe dem parque Christo ab.
 

Meisterkeks

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Das ist ja ein interessanter Einblick. Das kann man sich bei uns überhaupt nicht vorstellen. Ich gehe mal davon aus, dass die Bevölkerung trotzdem noch sehr diszipliniert und mit einer gewissen Routine das auf sich nimmt. Wenn man solche Zustände hat und sich sogar quasi über Wasser freuen muss oder kann, dann kann es der Bevölkerung nicht allzu gut gehen.

Ist diese Art der Wasserversorgung eine Ausnahme oder lebt ein Großteil der Bevölkerung damit bzw. ist es evtl. auch noch davon abhängi wie gut man situiert ist?
 

el-cheffe

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......Ich gehe mal davon aus, dass die Bevölkerung trotzdem noch sehr diszipliniert und mit einer gewissen Routine das auf sich nimmt. Wenn man solche Zustände hat und sich sogar quasi über Wasser freuen muss oder kann, dann kann es der Bevölkerung nicht allzu gut gehen.
Ja von uns aus betrachtet, geht es der bevölkerung nicht so gut. Was aber nur zum Teil mit dem Wasser und mehr mit den eingeschränkten Freiheitsrechten zu tun hat. Als Besucher, oder des anders denkenden Menschen, kann ein Aufenthalt dort (unter diesen Bedingungen) sehr aufschlußreich sein. Ich meine damit, das wenn man mal eine Zeit lang mitbekommt, das eigentlich nur Wasser und etwas zum Essen zum Leben notwenidig ist, man sich wieder auf wirklich wichtige Dinge Konzentroeren kann. Oder anders gesagt man regt sich nicht mehr wegen jedem kleinen Ding auf, da man schnell feststellt das es der Mühe nicht Wert ist und wichtigere Sachen einer Lösung bedürfen.

Ist diese Art der Wasserversorgung eine Ausnahme oder lebt ein Großteil der Bevölkerung damit bzw. ist es evtl. auch noch davon abhängi wie gut man situiert ist?
Man kann schon sagen, das es sehr davon abhängt wie gut man situiert ist, bz.w in welchem Stadtteil man wohnt. Jedoch ist dort nur mal die Mehrheit nicht gut situiert und somit, das Problem des Wassers ein Problem der Mehrheit.
 

Don Arnulfo

Kuba, meine zweite Heimat
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[FONT=&amp]Mail aus Kuba vom 09.06.2011:

Acá esta lloviendo muchísimo Guantánamo y Santiago de Cuba, las presas de agua se han llenado y están aliviando, dicen los meteorólogos que viene la baja hacia el centro, si trae esa cantidad de agua ayuda pero a su vez perjudica mucha cantidad.[/FONT][FONT=&amp]

[/FONT]