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Gärtner-Gemüse-Obst-Thread

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 6508
  • Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 6508

Gast
Bienvenido! Gusano-gusano? O simplemente un cubano que se buscaba una vida mejor?
Tampoco, más bien un alemán que quería huir a Cuba, pero la realidad lo alcanzó.
Gusano alemán

Allen anderen ein Dankeschön für den netten Empfang!

Wenn ich schon am schreiben bin, hat Jemand Erfahrung mit Aufzucht von Blaukraut im feuchtheissen Santiago, ohne das es schiesst!
 

guajiro

Kubakenner
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Wenn ich schon am schreiben bin, hat Jemand Erfahrung mit Aufzucht von Blaukraut im feuchtheissen Santiago, ohne das es schiesst!
Hallo gusano, funktionieren muss es, denn ich habe schon Rotkohl in einem Organoponico gekauft, allerdings im Westen des Landes. Vermutlich kommt es auch auf die Sorte an, die das Klima dort verträgt. Ich hatte mal Wirsingkohl ausgesät, die Blätter bildeten aber keinen festen Kopf wie gewohnt. Dafür entwickelte sich Grünkohl hervorragend, den mochte ausser mir aber keiner dort:oops:
 
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Gelöschtes Mitglied 6508

Gast
Hola Guajiro, ich hatte vor ca. 4 Jahren vor meinem Besuch in Santiago, bei einem Bio-Samenlieferanten angerufen nd mich erkundigt. Sie hatten zwar keine Erfahrung mit Cuba, jedoch belieferten sie Biobauern in Nordafrika, Marokko und Tunesien mit beachtlichen Erfolgen bezüglich Hitze und UV-Strahlung. Also gekauft und mitgebracht mit anderen Samenleckereien für Santiago. Nach einem halben Jahr wollte ich mir das Ergebnis anschauen, weil meine BioBauer klagte es würden nur die Rotkohlsamen keimen und die schiessen bereits und bilden keinen Kopf!
Ich sagte ihm dann er soll eine Beschattung gegen UV-Strahlen über die Pflanzen installieren, wie ich es auch bei einer Staatl. Gärtnerei Richtung El Cobre in der Nähe gesehen hatte, bei einem Besuch. Aber da hatte mein BioBauer bereits die Lust an Experimenten verloren! Ich gab dann auf, sendete jedoch noch per Paket Datteln nach Santiago, auch Bio-Ware da es die einzigen Datteln waren die noch Kerne haben und industriell verpackt waren.
Ich habe ihm dann noch ein Foto einer wunderschönen Dattelpalme zugesandt und ihn darauf hingewiesen dass er lange warten muss, bis sie endlich Früchte tragen. Die Datteln wurden sofort verspeist, obwohl sie völlig unbekannt waren, aber dafür zuckersüss und lecker! Die Kerne wurden dann in die Erde gedrückt!
Dies war das Erfolgerlebnis für Ihn als sie keimten und wuchsen und er säte fortan wieder in seinem Garten meine mitgebrachten Samen aus.
Nach einiger Zeit und nochmaligem Nachfagen kam dann seine Begeisterung für die Biosamen. Mittlerweile erntet er sehr viel für die Familie und verkauft teilweise schon an die Nachbarschaft Kopfsalat, Bohnen, Kürbisse, Melonen, Tomaten, Kräuter und einges mehr! Da er auch schon relativ alt ist, knapp vor 70, hat er jetzt eine Hilfe aus der Verwandschaft bekommen. Ein junger kräftiger Mann der die Arbeit mit Pflanzen liebt und hoffentlich auch seine Zukunft dort sieht.
Bis aufs Blaukraut wächst mittlerweile alles bei ihm, mehr wollte ich nicht!
Die staatliche BioGärtnerei habe ich schon vor ca. 25 Jahren besucht, weil da ein Uropa der Familie damals dort noch arbeitete. Ich war so beeindruckt von der Qualität der Aufzucht, da damals schon Bioware, weil es gar keine Düngemittel für die Gärtnerei gab. Gedüngt wurde mit Pferdemist und eigenem Kompost. Der Uropa hat mich damals herumgeführt und erklärt mit seinen 74 Jahren!
Blaukraut.jpg
 

Jose Ramon

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Wo genau ist denn diese staatliche Biogärtnerei zu finden?
 

Cristal Otti

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Seckach
Ich habe vor 2 Jahren Steirische Kürbiskerne mitgenommen.
Die wuchsen super am Strandhaus. Die Kerne wurden geröstet
und vom Fruchtfleisch eine richtig geile Suppe gemacht.
Dieses Jahr nehme ich auch wieder verschiedene Samen mit.
Ach ja, habe mal den 26. Mai nach Holguin gebucht:)
 

MaierLansky

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Hallo Gusano,
interessant was du schreibst, hab ich gern gelesen. Grundsätzlich gibt es potenzial auf Cuba, gerade im Bereich Bio-Nutzpflanzen, Nachhaltigkeit was den Tourismus betrifft etc. . Leider nutzen die ihr Potenzial wegen ihrer ideologischen Verbohrtheit nur spärlich.

Wo du doch anscheinend Wissen über Pflanzen hat, kannst Du vielleicht erklären, warum es auf Cuba kaum noch Orangen gibt?

Die Region um Ciego war früher bekannt für ihren Orangenanbau. In meiner Stamm-Casa in Moron, welche ich seit über 20 Jahren besuche, gab es immer frisch gepressten O-Saft zum Frühstück, bis es irgendwann aufhörte. Der Casa-Wirt sagte, dass die Bäume mit irgendeiner Krankheit befallen wurden, die die Ernte zu Nichte machte, bzw. trugen die Bäume lt. seiner Aussage nicht mehr.

Weißt Du etwas darüber?

Maier
 
G

Gelöschtes Mitglied 6508

Gast
@Jose Ramon
Genau kann ich es nicht mehr sagen, da muss ich zuerst meine alten CDs vom Ende des letzten Jahrhunderts sichten, da habe ich paar Fotos in der Kooperative gemacht. Es ist auf dem Weg zu El Cobre, jedoch nicht der alte Weg über Micro sondern an Santa Maria links vorbei über/unter der Eisenbahn und dann kommt es irgendwann auf der rechten Seite direkt an der Strasse. Man sieht auch die grünen Beschattungen über den eingefassten Beeten. Es gibt eine Einfahrt mit Tor und das ganze Gelände ist eingezäunt, wie überall wo etwas wächst zum essen!
 

Don Acito

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Ort
Sagua la Grande/ Cuba
Wo du doch anscheinend Wissen über Pflanzen hat, kannst Du vielleicht erklären, warum es auf Cuba kaum noch Orangen gibt?
Bei einer Überlandfahrt erklärte mir ein Fahrer, dass die Orangen-Plantagen vor vielen Jahren (genau erinnere ich das nicht) alle von einem Pilz befallen waren und es gab keine Mittel, um dagegen zu spritzen. Der Bestand hat sich nie erholt...
 

guajiro

Kubakenner
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Beschattung wäre für den Kohl bestimmt gut gewesen, aber eben auch aufwendig. Eventuell bringt ihn fehlende Feuchtigkeit zum Schiessen.
Ich war dort auch immer erstaunt, wie gut nicht chemischer Pflanzenschutz funktionieren kann.
 
G

Gelöschtes Mitglied 6508

Gast
@Otti
Kürbissamen hatte ich auch dabei, ich meine die haben immer kalabasse dazu gesagt? Problem ist bei meinem Bekannten der Diebstahl, neulich wurde erst ein Schaf gestohlen und die Hunde haben nicht angeschlagen! Obwohl mein Bekannter ganz stolz auf seinen scharfen deutschen Schäferhund war. Der hat mich immer besonders angekeift, er hat es gerochen das ich ihn nicht mochte! Die anderen waren Schwanzklemmer!
 
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