Blanquita will`s wissen

Blanquita

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Liebe Mitglieder dieses spannenden Forums,

ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen.
Mein erster Kontakt mit Kuba war eine einmonatige Rundreise mit meiner besten Freundin - von Havanna bis Baracoa. Ich verliebte mich ins Land und in einen Kubaner.
Ende letzten Jahres kehrte ich allein nach Santiago de Cuba, seinen Heimatort und meine Lieblingsstadt, zurück und verbrachte dort fast drei Monate mit ihm. Nun wie eine Kubanerin, nicht als Touristin.
Das veränderte natürlich meinen Blickwinkel sehr - ich lernte, ohne je einen Kurs gemacht zu haben, fließend spanisch sprechen (über dessen Qualität sich wahrscheinlich streiten lässt) - schließlich fand mein Unterricht an der Uni zwar statt, aber nicht für sehr lange. Stattdessen studierte ich mit größtem Interesse und auch oft mit Schwierigkeiten die inneren Strukturen des Landes - und meinen Freund.
Leider wurde ich am Ende des Aufenthaltes sehr krank und musste eine Leidensodyssee sondersgleichen durch sämtliche kubanische Krankenhäuser zurücklegen. Nun habe ich das Gefühl, Land und Leute außerordentlich gut kennengelernt zu haben. Man könnte meine Beziehung zu Kuba als eine Art Hassliebe bezeichnen.
Ich erwarte ein Kind von meinem kubanischen Freund, bin zurück in der Heimat und frage mich nach vielen Überlegungen, wie es möglich wäre, ihn für kurze oder lange Zeit nach Deutschland zu holen.
Wer hat Erfahrungen damit gemacht? Wer kennt sich mit den Formalitäten aus? Wer hat selbst Kontakte und Familie in Kuba? Ich freue mich darauf, Erfahrungsberichte und Ratschläge zu lesen.
Da ich schon viel in diesem Forum durchgeblättert habe, ohne je Mitglied gewesen zu sein, hoffe ich auf "hochwertige" Antworten und Mitglieder, die mich ernst nehmen und nicht anfangen mit: er will doch nur das Visum etc. Danke.
Und sonnige Grüße
Blanquita
 

ovejita negra

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Hola Blanquita, willkommen im Forum und willkommen im Club ;)
da hast Du ja einiges erlebt und Kuba mit all seinen Herausforderungen kennengelernt! Dass da eine Hass-Liebe entsteht, kann ich sehr gut nachvollziehen, mir geht's genauso... ;)

also pass mal auf:
generell hast Du wahrscheinlich schon gelesen: wenn Du Deinen Freund für kurze Zeit nach D holen willst, dann gibt es das Besuchervisum, maximal 3 Monate kann er damit bleiben. Du musst für in bürgen, d.h. bei der Ausländerbehörde eine Verpflichtungserklärung organisieren.
Aber in Eurem Fall würde es ja Sinn machen, langfristiger zu planen?! da steht in der Regel die Option zu heiraten. Aber anscheinend geht es auch anders, wenn man ein Kind erwartet! Also wenn Du nachweisen kannst, dass er der Vater des Kindes ist, dann geht das irgendwie auch anders... Frage ist, was einfacher ist, und wie man das nachweisen muss... Wie das genau abläuft, kann ich Dir leider nicht sagen.
Jedenfalls muss er NICHT die A1-Deutschprüfung nachweisen, weil Du von ihm schwanger bist. ;)
ich schreib Dir mal noch ne PN
 

Blanquita

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Danke, liebe Ovejita,
das habe ich auch schon gelesen, dass man die Vaterschaft nachweisen muss... klingt irgendwie abenteuerlich. Wie soll das gehen?
Das mit der Deutschprüfung ist ja schon mal was.
Ich glaube, er ist Legastheniker :).
Ich habe dir auch eine persönliche Nachricht geschrieben.
Liebe Grüße, Blanquita
 

Caney

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Willkommen Blanquita im Forum!
Also das mit dem Vaterschaftstest würde ich gerade in eurem Fall eher einfach sehen.
Er kommt doch erstmal mit einem Besuchvisum hierher. Dabei könnt ihr ihm eine DNA-Probe 'entnehmen' lassen.
Dann noch zu einem Notar, der das ganze mal vorweg begutachtet und seine Identität und Vaterschaftsanerkennung annimmt.
Wenn dann das Baby da ist einen Gentest gegen die DNA-Probe.
Ist sicher etwas vereinfacht, aber so sollte es doch gehen?
Viel Glück und lG aus Wien
 

Blanquita

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Vielen Dank, Caney!
Das klingt nach der unkompliziertesten Lösung :).
Diese Woche werde ich mich mal genau wegen der Visa im Amt erkundigen.
Liebe Grüße aus Nürnberg,
Blanquita
 

presidente del CDR

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Hi,
ich habe damals die Vaterschaftsanerkennung erst nach der Geburt unserer Tochter machen können.
Meine Frau musste damals (2014) schwanger nach Kuba zurückkehren, da für ein ungeborenes Kind eine Anerkennung nicht möglich war.
Mit der Anerkennung der Vaterschaft in Kuba hat meine Frau dann problemlos ihr Visa bekommen.
 

Blanquita

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Vielen Dank für deine Antwort. So habe ich das auch verstanden, dass eine vorgeburtliche Anerkennung gar nicht möglich ist. Wie blöd, dass sie nach Kuba zurückgeschickt wurde!
 

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