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Aktuelle Migration in die USA

guajiro

Camaján
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Sta.Nilla
Wie sieht’s zur Zeit aus, hat jemand aktuell von Aufenthaltsbewilligungen für Kubaner*innen in den USA gehört? Anscheinend ist das der offizielle Stand:
Aus meiner Bubble ist nichts Neues zu berichten: 1 Person - illegal über die Grenze gekommen - sitzt weiterhin seit Mai 2025 in Abschiebehaft in Texas, Gemeinschaftszelle, Besuche von Angehörigen sind erlaubt. Ziel und Zeitpunkt der Abschiebung sind nicht bekannt, ob und wie lange der Gewahrsam dauert ebensowenig.
Einer anderen Person, die mit Parole eingereist ist, wurde die vorher erteilte Arbeitserlaubnis ebenfalls im Mai entzogen. Auch die weiß nichts darüber, wie es weitergeht. Beide haben vorher offiziell gearbeitet und sind ihren Meldepflichten nachgekommen. Rechtsbeistand kann in beiden Fällen nur zum zermürbenden Abwarten raten.
 
Einfach nur unmenschlich
 
Umfassende Informationen zum Thema Migration v.a. in die USA sind in einer aktuellen Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu finden:
Auch daß die Wege nach Europa führen können, ist ein Thema:
"Gerardo Duarte fährt mit seinem schwarzen Audi-Cabriolet im Schritttempo durch eine Plattenbausiedlung im sächsischen Heidenau. Mit zusammengekniffenen Augen versucht er durch seine randlose Brille eine Hausnummer zu erkennen. Der 67-jährige Kubaner hat Luisa Amaya versprochen, ihr heute einen Besuch abzustatten ..."
 
Als die Ehepartnerin die Person in Abschiebegewahrsam besuchen wollte, wurde ihr der Zutritt ohne weitere Erläuterung verweigert. Eine Zeit später kam dann ein Anruf - aus Tabasco in Mexiko. Die Abschiebung erfolgte diese Woche ohne Ankündigung oder Zielangabe. In Mexiko wurden Pass und Habseligkeiten ausgehändigt und nach kurzer Vorstellung bei der Einwanderungsbehörde hieß es von denen dann lediglich „Du kannst gehen.“ Wieder wurden Leute bezahlt, um die Person sicher an eine Adresse von von Bekannten zu bringen, wo sie erstmal unterkommen kann. Nun trennt also eine Staatsgrenze das Paar, die in den USA verbliebene Person wartet ebenfalls noch auf Papiere. Trotzdem gibt es Erleichterung darüber, dass die Unsicherheit ein Ende hat und es immerhin nur ein Land weiter ging.
 
… In Mexiko wurden Pass und Habseligkeiten ausgehändigt und nach kurzer Vorstellung bei der Einwanderungsbehörde hieß es von denen dann lediglich „Du kannst gehen.“ Wieder wurden …
Dieser Teil war leider ein Missverständnis, das ist der vermutete Lauf der Dinge. Es gab bisher nur einen telefonischen Kontakt mit der Bekanntgabe der Ankunft in Tabasco und keine Entlassung dort.
 
Die Entlassung ist so wie gedacht geschehen. Da Tabasco Ziel verschiedener Abschiebeflüge aus den USA ist, gibt es eine hohe Polizeipräsenz auf der Straße. Wer von dort weg will, um in andere Orte Mexikos zu kommen, muss wieder für „das sichere Geleit“ bezahlen. Der Status der Abgeschobenen ist so weiter unsicher, da Mexiko wohl nach Kuba und Venezuela abschiebt.
 
Hab mal wieder Nachricht aus Mexiko bekommen. Nach der aus den USA erfolgten und von Mexiko natürlich akzeptierten Abschiebung ist der Status dort immerhin nicht illegal. Ohne finanzielle Reserven/Zuwendungen aber auch schwierig, die Arbeitserlaubnis lässt auf sich warten, angeblich soll es aber schneller gehen, als bei den illegal nach Mexiko Gekommenen. Eine temporäre Unterkunft fand sich mithilfe anderer Kubaner*innen vor Ort relativ schnell. Wohin letztendlich die Reise in Mexiko geht, ist noch nicht klar. Genausowenig wie ein Wiedersehen zwischen den Eheleuten, da die in den USA verbliebene Person weiter auf Papiere wartet, um Mexiko legal besuchen zu können.
 
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