Ich wurde von vielen Kubanern drauf aufmerksam gemacht, dass ich aufpassen müsste in der Strasse und das Kuba sehr unsicher geworden ist. Mir wurden auch einige Geschichten von Diebstahl aber auch von Raub mit Körperverletzung erzählt.
Man muss sicher mehr aufpassen als früher, aber mit gesundem Menschenverstand finde ich es immer noch nicht wirklich problematisch und ich bin sicher von Weitem als Yuma zu erkennen. Auf meinen Spaziergängen durch die Quartiere habe ich halt ausser etwas Kleingeld für einen Mojito unterwegs nichts dabei gehabt was sich gelohnt hätte. Klar, wer meint seine Rolex oder seinen Schmuck zur Schau stellen zu wollen, der macht sich selber zur Zielscheibe. In einem Land, in dem der Diebstahl einer Goldkette mehr einbringt als ein Jahr offiziell zu arbeiten, da muss man sich halt Bewusst sein wie man rumlaufen möchte.
Aus meiner persönlichen Sicht ist Kuba von einem sehr sicheren Land zu einem einigermassen sicheren Land abgerutscht, was in Betracht der Wirtschaftslage auch nachvollziehbar ist (nicht, dass ich es begrüsse). Da ich viel auf dem amerikanischen Kontinent rumgekommen bin und über 10 Jahre dort in grossen Städten gelebt und gearbeitet hatte, habe ich vermutlich aber eine andere Einstellung und Wahrnehmung, bzw Erfahrungen zum Thema Sicherheit als der grosse Durchschnitt.
Natürlich betrifft die aktuelle Misere praktisch alle Leute solange man nicht zur privilegierten Schicht gehört. Die generelle Stimmung bei den mir bekannten Personen, bzw. mit den Personen mit denen ich mich unterhalten habe ist eher schlecht. Einerseits hat es natürlich die üblichen Klagen wie schon früher, andererseits lässt die aktuelle Versorgungslage zurzeit kein geregeltes Leben zu, was halt zum Ausdruck kommt. Man kann im Gespräch mit ihnen einen Einblick erhalten was die Mangelwirtschaft für sie bedeutet.
Dabei besteht aber auch eine weitverbreitete Angst vor dem Staatsapparat, wodurch die Leute sehr vorsichtig sind mit ihren Äusserungen. Da ich doch einige Leute mehr als 20 Jahre relativ gut kenne, lassen sie mir gegenüber meist die Zurückhaltung fallen. Nach der Niederschlagung der letzten Unmutsäusserungen / Demonstrationen traut sich auch niemand mehr auf die Strasse um zu protestieren. Jemand sagte, dass er erst wieder auf die Strasse ginge, wenn Tausende gehen würde, solange nur wenige gehen oder man bei den Ersten ist, werden diese abgeführt und weggesperrt, was nicht so prickelnd sei. «Lieber ohne Essen und Strom zu Hause als ohne Essen und Strom im Gefängnis» hörte ich sinngemäss ein paar mal.
Dass die Regierung und deren Umfeld sich es auf Kosten der Bevölkerung gutgehen lässt gilt in meinem Bekanntenkreis als ausgemacht. Dass dieselben Regierungsleute auch grossteils inkompetent sind steht bei ihnen auch ausser Zweifel. Über Trump ist niemand mit dem ich gesprochen habe wirklich begeistert. Zwar würden einige ein Eingreifen seinerseits in Kauf nehmen, wenn sich damit wirklich etwas ändert, aber der Glaube an eine Änderung fehlt irgendwie. Lieber wäre ihnen eine Änderung aus Kuba raus, das sieht aber niemand als realistische Option kurz- oder mittelfristig. Viele Jungen wollen lieber weg und sehen dies als Lösung ihres Problems. Was in Kuba aus ihrer Sicht fehlt ist eine Perspektive und die Möglichkeit mit Leistung und Eigenantrieb etwas zu erreichen.
Interessanterweise geben sich ältere Leute oft als Fidel-Anhänger zu erkennen, sagen aber auch, dass sie trotzdem einen Regierungswechsel wünschen. Die heutige Regierung wird auch von ihnen als inkompetent betrachtet. Es seien halt Sesselkleber die ihre Pfründe verteidigen, wenn nötig mit Gewalt.
Da niemand aus meinem Umfeld ein "Systemprofiteur" ist, sind die negativen Meinungsäusserungen die ich erhielt in Anbetracht der misslichen Lage für mich aber nicht wirklich erstaunlich. Es ist mir auch klar, dass wenn ich mich mit Leuten unterhalten würde die an den Futtertöpfen sitzen, die Meinung anders wäre.
Man muss sicher mehr aufpassen als früher, aber mit gesundem Menschenverstand finde ich es immer noch nicht wirklich problematisch und ich bin sicher von Weitem als Yuma zu erkennen. Auf meinen Spaziergängen durch die Quartiere habe ich halt ausser etwas Kleingeld für einen Mojito unterwegs nichts dabei gehabt was sich gelohnt hätte. Klar, wer meint seine Rolex oder seinen Schmuck zur Schau stellen zu wollen, der macht sich selber zur Zielscheibe. In einem Land, in dem der Diebstahl einer Goldkette mehr einbringt als ein Jahr offiziell zu arbeiten, da muss man sich halt Bewusst sein wie man rumlaufen möchte.
Aus meiner persönlichen Sicht ist Kuba von einem sehr sicheren Land zu einem einigermassen sicheren Land abgerutscht, was in Betracht der Wirtschaftslage auch nachvollziehbar ist (nicht, dass ich es begrüsse). Da ich viel auf dem amerikanischen Kontinent rumgekommen bin und über 10 Jahre dort in grossen Städten gelebt und gearbeitet hatte, habe ich vermutlich aber eine andere Einstellung und Wahrnehmung, bzw Erfahrungen zum Thema Sicherheit als der grosse Durchschnitt.
Natürlich betrifft die aktuelle Misere praktisch alle Leute solange man nicht zur privilegierten Schicht gehört. Die generelle Stimmung bei den mir bekannten Personen, bzw. mit den Personen mit denen ich mich unterhalten habe ist eher schlecht. Einerseits hat es natürlich die üblichen Klagen wie schon früher, andererseits lässt die aktuelle Versorgungslage zurzeit kein geregeltes Leben zu, was halt zum Ausdruck kommt. Man kann im Gespräch mit ihnen einen Einblick erhalten was die Mangelwirtschaft für sie bedeutet.
Dabei besteht aber auch eine weitverbreitete Angst vor dem Staatsapparat, wodurch die Leute sehr vorsichtig sind mit ihren Äusserungen. Da ich doch einige Leute mehr als 20 Jahre relativ gut kenne, lassen sie mir gegenüber meist die Zurückhaltung fallen. Nach der Niederschlagung der letzten Unmutsäusserungen / Demonstrationen traut sich auch niemand mehr auf die Strasse um zu protestieren. Jemand sagte, dass er erst wieder auf die Strasse ginge, wenn Tausende gehen würde, solange nur wenige gehen oder man bei den Ersten ist, werden diese abgeführt und weggesperrt, was nicht so prickelnd sei. «Lieber ohne Essen und Strom zu Hause als ohne Essen und Strom im Gefängnis» hörte ich sinngemäss ein paar mal.
Dass die Regierung und deren Umfeld sich es auf Kosten der Bevölkerung gutgehen lässt gilt in meinem Bekanntenkreis als ausgemacht. Dass dieselben Regierungsleute auch grossteils inkompetent sind steht bei ihnen auch ausser Zweifel. Über Trump ist niemand mit dem ich gesprochen habe wirklich begeistert. Zwar würden einige ein Eingreifen seinerseits in Kauf nehmen, wenn sich damit wirklich etwas ändert, aber der Glaube an eine Änderung fehlt irgendwie. Lieber wäre ihnen eine Änderung aus Kuba raus, das sieht aber niemand als realistische Option kurz- oder mittelfristig. Viele Jungen wollen lieber weg und sehen dies als Lösung ihres Problems. Was in Kuba aus ihrer Sicht fehlt ist eine Perspektive und die Möglichkeit mit Leistung und Eigenantrieb etwas zu erreichen.
Interessanterweise geben sich ältere Leute oft als Fidel-Anhänger zu erkennen, sagen aber auch, dass sie trotzdem einen Regierungswechsel wünschen. Die heutige Regierung wird auch von ihnen als inkompetent betrachtet. Es seien halt Sesselkleber die ihre Pfründe verteidigen, wenn nötig mit Gewalt.
Da niemand aus meinem Umfeld ein "Systemprofiteur" ist, sind die negativen Meinungsäusserungen die ich erhielt in Anbetracht der misslichen Lage für mich aber nicht wirklich erstaunlich. Es ist mir auch klar, dass wenn ich mich mit Leuten unterhalten würde die an den Futtertöpfen sitzen, die Meinung anders wäre.