Gestern bin ich nach zwei Wochen Santiago de Cuba und 4 Tagen Dominikanische Republik wieder glücklich zu Hause angekommen. Ich hatte ja schon im Februar versucht nach Santiago zu gelangen und war damals in Toronto gestrandet nachdem Air Canada die Flüge nach Kuba eingestellt hatte. Daher ein neuer Versuch mit dem Gedanken von möglichen Flugabsagen im Hinterkopf, was die Wahl meines Rückweges massgeblich beeinflusst hat.
Hin ging es diesmal mit gegen 100kg Gepäck zuerst von Zürich nach Madrid und von dort mit Cubana / Plus Ultra direkt nach Santiago. Da das Thema Cubana / Plus Ultra hier immer mal wieder hochkommt, interessiert vielleicht den/die eine/e oder andere/n ein paar mehr Details zum Flug.
Die Vorteile der Verbindung sind, dass man direkt in Santiago de Cuba ankommt (falls man denn da hinmöchte) und dass ich in der sogenannten Business Class («Preferente») 4x23 kg plus Handgepäck frei hatte. Die Business Class (BC) selber genügt aber wirklich keinen Ansprüchen an eine BC für einen Langstreckenflug. Wenn man den benötigten Zubringer einberechnet, dann ist es sicher auch kein Schnäppchen, geht aber doch soweit preislich in Ordnung, speziell da ja Cubana zurzeit das Monopol für Flüge in den Oriente hat.
Das Ganze hat aber auch ein paar durchaus gewichtige Nachteile. Von Zürich (bzw. auch von Deutschland) geht der Flug nicht auf einem Ticket. D.h. man muss fast zwingend in Madrid übernachten und das ganze Gepäck dort in Empfang nehmen, damit ins Hotel und dann wieder neu einchecken. Man muss auch schauen wie man das ganze Gepäck vernünftig und bezahlbar bis nach Madrid bringt, der Zubringer kostet ja extra.
Den Plus Ultra Flieger würde ich als Rumpelkiste bezeichnen mit entsprechende "spartanischer" BC. Als Premium Economy für Langstrecke wäre es in Ordnung, aber sicher nicht mehr. Die Sitze sind antiquiert und nicht besonders bequem, aber man hat einigermassen Platz.
Checkin in Madrid war interessant, ich habe noch nie eine Schlange mit soviel Gepäck gesehen wie vor dem Cubana Schalter, da war ich mit meinen 90+kg ein absolutes Leichtgewicht. Zum Glück gab es einen separaten Schalter für BC (was es beim Rückflug laut meiner Frau in Santiago nicht gibt) und ich wurde erst noch nach vorne gewunken, wohl weil ich am wenigsten Gepäck in der ganzen Schlange hatte. Zuvor wurde noch mein DViajeros verlangt (ohne eigentliche Überprüfung, wollte nur sehen ob der QR Code existiert) sowie der Nachweis eines Rückfluges, bzw. Fluges raus aus Kuba. Ich gehe davon aus, dass beim Fehlen eines der beiden Dokumente mir das Checkin verweigert worden wäre.
Vor dem Boarding gab es 4 Schlangen, 2 kurze, eine lange und eine sehr lange. Da nichts angeschrieben war und es einen leicht chaotischen Eindruck machte habe ich mich am Gate erkundigt und konnte mich zum Glück in einer der kurzen Reihen einfügen. Die beiden kurzen Reihen waren für Familien mit Kleinkindern und für BC; die lange Schlange für Passagiere nach Havana und die sehr lange für Passagiere nach Santiago. Aus meiner Sicht waren nur sehr wenige Passagiere als "Nicht-Kubaner" identifizierbar, ein paar gemischte Päarchen (Kubi/Yuma) und eine Handvoll Spanier, d.h. >95% der Passagiere waren wohl Kubaner. Der Flieger war gut gefüllt, wobei mindestens in der BC noch ein paar wenige Plätze frei waren.
Der Flug selber war in Ordnung. Die Kabinenbesatzung war gemischt (Plus Ultra / Cubana), wobei die "Chefin" Plus Ultra war. Die ältere Kubanerin die sich um unsere Gangreihe kümmerte war wirklich herzlich und nett, für mich ein Highlight des Fluges. Das Essen war ok, Catering in Madrid ist laut meiner Frau die schon beide Richtungen öfters flog um Klassen besser als Catering in Kuba.
Was ich aber noch nie gesehen hatte, eine Drittel der BC Kabine (Sitze H und K) war quasi abgesperrt für die Besatzung und wurde dann während des Fluges durch einen Vorhang abgetrennt. Ich kann nur spekulieren, dass dies der Ruheraum für die Besatzung des Rückfluges war. Wegen vorgeschriebener Ruhezeiten kann ja nicht dieselbe Besatzung den Rückflug durchführen und eine Besatzung für jeweils 1 Woche in Havana zu stationieren macht ja auch nur begrenzt Sinn.
Nach dem Verlassen des Flugzeuges in Santiago gab es vor den Immi-Kabinen einen Stand an dem der DViajeros eingescannt und überprüft wurde. Die Immigration selber ging schnell und unkompliziert, ich war auch einer der Ersten der dort hinkam. Ich habe mich nochmals erkundigt ob sich betreffend Privatwohnen etwas geändert hat oder ob ich immer noch ohne Visum privat bei meiner Frau (PRE/RE) übernachten kann. Es wurde mir bestätigt, dass sich nichts geändert hat.
Beim Gepäck dauerte es dann "etwas" länger, d.h. gegen drei Stunden. Einerseits hat Cubana das mit dem Priority Gepäck nicht im Griff und dann ging irgendwann etwas beim Gepäckröntgen kaputt; willkommen in Kuba.
Meine Frau erwartete mich draussen und mit einem Taxi ging es dann in unser kubanisches Heim. Der Preis des Taxis (20USD, Flughafen nach Ferreiro) war gut doppelt so teuer wie vor der Treibstoffkrise. Wir haben aber ansonsten auch Preise von 25-40USD für dieselbe Strecke mitbekommen, sind also gut weggekommen.
In den kommenden Tagen werde ich hier ein paar Eindrücke (kein eigentlicher Reisebericht) meiner Zeit in Santiago reinstellen.
Hin ging es diesmal mit gegen 100kg Gepäck zuerst von Zürich nach Madrid und von dort mit Cubana / Plus Ultra direkt nach Santiago. Da das Thema Cubana / Plus Ultra hier immer mal wieder hochkommt, interessiert vielleicht den/die eine/e oder andere/n ein paar mehr Details zum Flug.
Die Vorteile der Verbindung sind, dass man direkt in Santiago de Cuba ankommt (falls man denn da hinmöchte) und dass ich in der sogenannten Business Class («Preferente») 4x23 kg plus Handgepäck frei hatte. Die Business Class (BC) selber genügt aber wirklich keinen Ansprüchen an eine BC für einen Langstreckenflug. Wenn man den benötigten Zubringer einberechnet, dann ist es sicher auch kein Schnäppchen, geht aber doch soweit preislich in Ordnung, speziell da ja Cubana zurzeit das Monopol für Flüge in den Oriente hat.
Das Ganze hat aber auch ein paar durchaus gewichtige Nachteile. Von Zürich (bzw. auch von Deutschland) geht der Flug nicht auf einem Ticket. D.h. man muss fast zwingend in Madrid übernachten und das ganze Gepäck dort in Empfang nehmen, damit ins Hotel und dann wieder neu einchecken. Man muss auch schauen wie man das ganze Gepäck vernünftig und bezahlbar bis nach Madrid bringt, der Zubringer kostet ja extra.
Den Plus Ultra Flieger würde ich als Rumpelkiste bezeichnen mit entsprechende "spartanischer" BC. Als Premium Economy für Langstrecke wäre es in Ordnung, aber sicher nicht mehr. Die Sitze sind antiquiert und nicht besonders bequem, aber man hat einigermassen Platz.
Checkin in Madrid war interessant, ich habe noch nie eine Schlange mit soviel Gepäck gesehen wie vor dem Cubana Schalter, da war ich mit meinen 90+kg ein absolutes Leichtgewicht. Zum Glück gab es einen separaten Schalter für BC (was es beim Rückflug laut meiner Frau in Santiago nicht gibt) und ich wurde erst noch nach vorne gewunken, wohl weil ich am wenigsten Gepäck in der ganzen Schlange hatte. Zuvor wurde noch mein DViajeros verlangt (ohne eigentliche Überprüfung, wollte nur sehen ob der QR Code existiert) sowie der Nachweis eines Rückfluges, bzw. Fluges raus aus Kuba. Ich gehe davon aus, dass beim Fehlen eines der beiden Dokumente mir das Checkin verweigert worden wäre.
Vor dem Boarding gab es 4 Schlangen, 2 kurze, eine lange und eine sehr lange. Da nichts angeschrieben war und es einen leicht chaotischen Eindruck machte habe ich mich am Gate erkundigt und konnte mich zum Glück in einer der kurzen Reihen einfügen. Die beiden kurzen Reihen waren für Familien mit Kleinkindern und für BC; die lange Schlange für Passagiere nach Havana und die sehr lange für Passagiere nach Santiago. Aus meiner Sicht waren nur sehr wenige Passagiere als "Nicht-Kubaner" identifizierbar, ein paar gemischte Päarchen (Kubi/Yuma) und eine Handvoll Spanier, d.h. >95% der Passagiere waren wohl Kubaner. Der Flieger war gut gefüllt, wobei mindestens in der BC noch ein paar wenige Plätze frei waren.
Der Flug selber war in Ordnung. Die Kabinenbesatzung war gemischt (Plus Ultra / Cubana), wobei die "Chefin" Plus Ultra war. Die ältere Kubanerin die sich um unsere Gangreihe kümmerte war wirklich herzlich und nett, für mich ein Highlight des Fluges. Das Essen war ok, Catering in Madrid ist laut meiner Frau die schon beide Richtungen öfters flog um Klassen besser als Catering in Kuba.
Was ich aber noch nie gesehen hatte, eine Drittel der BC Kabine (Sitze H und K) war quasi abgesperrt für die Besatzung und wurde dann während des Fluges durch einen Vorhang abgetrennt. Ich kann nur spekulieren, dass dies der Ruheraum für die Besatzung des Rückfluges war. Wegen vorgeschriebener Ruhezeiten kann ja nicht dieselbe Besatzung den Rückflug durchführen und eine Besatzung für jeweils 1 Woche in Havana zu stationieren macht ja auch nur begrenzt Sinn.
Nach dem Verlassen des Flugzeuges in Santiago gab es vor den Immi-Kabinen einen Stand an dem der DViajeros eingescannt und überprüft wurde. Die Immigration selber ging schnell und unkompliziert, ich war auch einer der Ersten der dort hinkam. Ich habe mich nochmals erkundigt ob sich betreffend Privatwohnen etwas geändert hat oder ob ich immer noch ohne Visum privat bei meiner Frau (PRE/RE) übernachten kann. Es wurde mir bestätigt, dass sich nichts geändert hat.
Beim Gepäck dauerte es dann "etwas" länger, d.h. gegen drei Stunden. Einerseits hat Cubana das mit dem Priority Gepäck nicht im Griff und dann ging irgendwann etwas beim Gepäckröntgen kaputt; willkommen in Kuba.
Meine Frau erwartete mich draussen und mit einem Taxi ging es dann in unser kubanisches Heim. Der Preis des Taxis (20USD, Flughafen nach Ferreiro) war gut doppelt so teuer wie vor der Treibstoffkrise. Wir haben aber ansonsten auch Preise von 25-40USD für dieselbe Strecke mitbekommen, sind also gut weggekommen.
In den kommenden Tagen werde ich hier ein paar Eindrücke (kein eigentlicher Reisebericht) meiner Zeit in Santiago reinstellen.

